Geschichte der Bereitschaft

 

 

Unsere Breitschaft ist wohl die älteste Abteilung vom DRK. Aus der früheren Santitätskolonne wurde später die Bereitschaft. In den 100 Jahren wurde der Namen des Abteilungsleiters dreimal geändert. Aus dem Kolonnenführer wurde der Bereitschaftsführer und später der Bereitschaftsleiter.

Durch den ersten Weltkrieg kam die Rotkreuzarbeit in der Bereitschaft zum erliegen. Erst 1921 wurde die Bereitschaft (Sanitätskolonne) durch Peter Strehle neu belebt. Auch nach außen tritt die Sanitäzskolonne in Erscheinung. Überall wo sie gebraucht wird ist sie Einsatzbereit. Aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise musste sehr viel improvisiert werden, da keine finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Die Gerätewartung ist eine ganz wichtige Aufgabe geworden. Immer wieder fand man geschickte Handwerker, die die fahrbare Handtrage wieder einsatzfähig machten.

Aus Dokumenten geht hervor, dass die Sanitäter in den Jahren von 1925-1930 nicht nur Sanitätsdienst zu verrichten hatten. Der damalige Kolonnenarzt Herr Dr. Brohl zog die Sanitäter auch zu Operationen heran, wo sie assistieren mussten. Sie mussten auch die Krankenwache stellen oder selbstständig die erforderlichen Maßnahmen treffen, wenn kein Arzt erreichbar war.

Bis 1934 waren in der Sanitätskolonne ausschließlich Männer im Dienst. 1935 bildete sich die erste weibliche Bereitschaft.

Der zweite Weltkrieg forderte viel von der Sanitätskolonne ab. Viele Mitglieder wurden zum Wehrdienst eingezogen. 1946 kam das Rote Kreuz zum erliegen. Die Besatzungsmächte beschlagnahmten sämtliches Verbandsmaterial und Ausrüstungsgegenstände. Anstelle des Roten Kreuzes tritt nun das ,,Badische Hilfswerk".

Am 14.09.1949 gründete sich das ,,Rote Kreuz Ortsverein Todtnau" vom Badischen Roten Kreuz wieder neu.

1953 wurde der erste gebrauchte Sanitätswagen angeschaft. Aus dem Kolonnenführer wurde der Bereitschaftsführer.

1965 fand von Alfred Müller der erste Erste-Hilfe-Kurs für die Bevölkerung statt. In diesem Jahr wurde auch zum ersten Mal ein Blutspendetermin durchgeführt. Die Personaldecke der Bereitschaft wurde immer dünner und erforderte viel Einsatz der noch vorhanden Mitglieder.

1973 wird der ehrenamtliche Krankenwagendienst immer wichtiger. Dies wird auch die Hauptaufgabe für die gemischte Bereitschaft.

Bis 1989 konnte der Dienst aufrecht erhalten werden. Durch die dünne Personaldecke musste der Nachtdienst unter der Woche an die Rettungswache Schönau abgegeben werden.

1991 konnte erfreulicherweise der Krankenwagendienst wieder rund um die Uhr aufgenommen werden. Die Stadt Todtnau erklärte sich bereit, eine Stelle für einen im Tagdienst tätigen Rotkreuzfahrer zu schaffen.

Das neue Rettungsdienstgesetz sieht vor, dass alle ehrenamtlichen Krankenwagenfahrer und Patientenbetreuer die gleiche Ausbildung absolvieren müssen, so wie die hauptamtlichen Kollegen.

1994 wurde der in die Jahre gekommene ortsvereinseigener Krankenwagen nach Rumänien gespendet.

Von 1994 bis 1996 wurde dem OV Todtnau ein Fahrzeug vom Kreisverband bereitgestellt.

Durch die neuen Auflagen, zwecks Ausbildung, musste der Krankenwagendienst 1996 eingestellt werden.

2002 wurde aus dem Bereitschaftsführer der Bereitschaftsleiter.

Von 1996 bis heute übernahm die Bereitschaft verschiedene Sanitätsdienste wie z.B. Grümpelturniere, Hallenfeste, Regio-Messe in Lörrach...!

Bei den Blutspendeterminen in Todtnau wurde die Bereitschaft mit dem Ablauf beauftragt. Beim Städlifest war man jährlich mit einem eigenen Stand anwesend. Ständige Aus- und Weiterbildung im Sanitätsbereich gehören zum regelmäßigem Dienstabend. Eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen Zell und Schönau wurde vertieft.

Aufgrund Mitgliederschwund war man ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Dies war auch erfolgreich, sodass man auch heute noch einsatzfähig ist.

 

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© Patrick Hablitzel